Die Ausbildung

Die Ausbildung der Scolari und Scolarae nach der Aufnahme vollzieht sich in drei Stufen. Die Erläuterung erfolgt der besseren Lesbarkeit wegen in der männlichen Form – natürlich gilt die Ausbildung ebenso für Adeptae und Magae.

Die Lehrlingsausbildung

Die erste Stufe bildet die Entwicklung vom neu Aufgenommenen zum Adepten. Um in den Status eines Adepten aufgenommen zu werden, muss ein Lehrling folgende Zauber beherrschen:
– Licht
– Magie spüren
– Gift spüren
– den Feuerfinger
– den „Zaubertrick“
Über diese bekannten Lehrlingszauber hinaus muss ein Lehrling die Astrale Sicht und das Identifizieren von erspürter Magie beherrschen. Schließlich muss ein Lehrling jeweils einen Heil-, Schutz- und Kampfzauber vorweisen können. Welche Zauber er erlernt ist frei wählbar bzw von der Wahl eines eventuellen Meisters abhängig – denkbar wäre ein Kämpferschutz, das Wunden heilen und ein Windstoß. Erst wenn all diese Voraussetzungen geschaffen sind, kann die Aufnahme in einen der fünf Zirkel erfolgen.

Die Prüfung zum Adepten und die Adeptenausbildung

Die Prüfung besteht in der Regel aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Die Inhalte der Prüfung werden zum Teil schon von dem angestrebten Zirkel bestimmt, wobei zu berücksichtigen ist, dass sich die Academia Arcana der Kampfmagie in besonderer Weise verpflichtet fühlt – Inhalte zu offensiver Magie, Kampftaktiken, mundaner Bewaffnung oder ähnlichem werden also mit hoher Wahrscheinlichkeit abgefragt.
Als praktischer Prüfungsteil kann die eigenständige Entwicklung einer These zu einem unbekannten Zauber, die Durchführung eines solchen oder das Bewältigen einer Aufgabe im Feld angeordnet werden, etwa das Besiegen eines bestimmten Gegners oder der Schutz einer besonderen Person.
Generell bestimmt jedoch allein der Prüfer, welche Fragen bzw Aufgaben dem Lehrling auferlegt werden – eine Auswahl des Prüfers durch den Lehrling ist hierbei nicht vorgesehen. Ebensowenig ist die Zahl der Prüfer begrenzt; grundsätzlich kann jeder Meister oder Großmeister, der ein besonderes Interesse verspürt, an der Prüfung teilnehmen und gleichberechtigt mit dem Vorsitzenden Fragen stellen. Sind die Aufgaben und Fragen zur Zufriedenheit der Prüfer erledigt und beantwortet, entscheiden diese über die weitere Laufbahn des Lehrlings.
Folgende Zirkel stehen potentiell zur Wahl:
Der Rote (Kampfmagie), der Blaue (Heilmagie), der Grüne (Naturmagie), der Weiße (Schutzmagie) und der Schwarze (Beeinflussungsmagie).
Die Prüfer können die Wahl unabhängig von den Wünschen des Prüflings treffen, eine vorab eingeholte Meinung ist für die Prüfer nicht bindend.

Die Ausbildung zum Magus Minor

Die oben bereits angesprochene starke Bindung an die Kampfmagie wirkt sich in erheblichem Maße auf die Ausbildung der Adepten aus. Diejenigen, die nicht den Roten Zirkel als Schwerpunkt wählen, müssen die gängigen Zauber ihres Zirkels (bis zur Meistergrenze von einschließlich sechs Taum) ebenso lernen wie die Zauber des Roten Zirkels bis zur gleichen Grenze.
Die Scolaren, die den Roten Zirkel wählen, eignen sich alle Kampfzauber bis zu einer Stärke von sechs Taum an und erwerben darüber hinaus Kenntnisse in einem oder mehreren anderen Zirkeln, bis sie in diesen zusammen ebenso stark sind wie in der Kampfmagie.
Darüber hinaus erwerben alle Adepten umfassende Kenntnisse in der Allgemeinen Magie. Die Ausbildung schließt alle Zauber des gängigen Kanons mit ein – das heißt, auch umstrittene Zauber wie das Sprechen mit Toten und die Dämonenbeschwörung gehören dazu. Vor allem letzteres, sowie alle anderen Zauber die mit Externaren zu tun haben, werden nur innerhalb der Akademie unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen ausgeführt – aber man muss den Feind kennen, bevor man ihn bekämpfen kann.

Sind nach Jahren intensiven Studiums all diese Kenntnisse sicher erworben, kann ein Adept eine Meisterprüfung ablegen, in deren Rahmen das Können in allen Bereichen seines Zirkels bewiesen werden muss. Prüfungen hierzu werden in der Regel von den Zirkelleitungen vorbereitet und abgenommen.

Die Ausbildung zum Großmeister

Auch, wenn viele die Ausbildung mit dem Erreichen des Meistergrads für beendet betrachten, beginnt erst hier die Vertiefung in die Mysterien eines oder mehrerer Fachbereiche wirklich. Allerspätestens hier widmen sich die Magier auch Zirkel übergreifenden Themen wie Zeit- oder Portalmagie – meist beginnt dies aber schon wesentlich früher. Viele Meister bekleiden parallel zu ihren Vertiefungsstudien bereits Lehrämter in den Zirkeln oder versehen andere Ämter im Rahmen des Akademiebetriebs.