Wolfsfurt

Das Land Wolfsfurt

Das Lehen Wolfsfurt wurde in Folge des Nekromantenkriegs an Nefron E’Fark vergeben, seither Lord Nefron E’Fark von Wolfsfurt und Erster Reichsritter MallenDôrs. Lord E’Fark gehört außerdem der Belomskirche an und bekleidet dort den Rang eines Cardinalpredators.

Es liegt im Norden MallenDôrs und grenzt im Westen an Amorca, in Süden und Osten an Alt-MallenDôr sowie im Nordosten an die Nordlande, die seit einigen Jahren von Lord E’Fark kolonisiert werden. Die restliche Nordgrenze bildet gleichzeitig die Küste des Landes, die an ihrem zu Wolfsfurt gehörenden Abschnitt allerdings eine steile Felswand bildet und nur zu Fuß erreicht werden kann.

Im äußersten Westen des Lehens befindet sich Stadt Wolfsfurt, die von dem aus hellem Sandstein erbauten Schloss beherrscht wird. Der Fluss Wolfsquell führt mitten durch die Stadt und sorgt dafür, dass die umliegenden Koppeln und Felder stets gut bewässert werden.

 

Wirtschaft

Der Reichtum des Lehens begründet sich zum einen natürlich auf dem großen Vermögen von Lord E’Fark, welches noch aus der Zeit vor seiner Lehnsnahme stammt. Einen weiteren großen Teil trägt das Gestüt von Lady E’Fark. Die wiederkehrenden Einkünfte entstammen im Wesentlichen drei weiteren Standbeinen: Im Osten des Landes werden Steine und Metalle abgebaut, vor allem Granit und Eisen. In den ausgedehnten Wäldern wird Holzkohle hergestellt, und es gibt den Salzhandel entlang der Küste. Im Westen verfügt das Land über mehr Felder und Wiesen als Wälder, dort gedeihen große Rinderherden ebenso wie die Pferde des Gestüts.

 

Der Hafen

An der Steilküste findet sich ein Hafen, der allerdings nur kleineren Schiffen Platz bietet – wenn sich die Kriegsgaleere der Belomstempler vor der Küste aufhält, ankert sie an einer Untiefe etwas von der Küste entfernt. An den Hafen angeschlossen befindet sich eine Werft, in der Schiffe vom Gewicht einer kleinen Handelskogge gebaut werden können.

 

Die Dörfer

Um den Hafen herum hat sich aus einem Soldatenposten eine kleinere Ansiedlung entwickelt, die in die natürlichen Höhlungen und Öffnungen der Steilküste hinein gebaut ist. Auf der Küste oberhalb des Hafens wird das aus dem Meer gewonnene Salz gereinigt und verladen, um in die Hauptstadt und noch weiter geliefert zu werden. Die Lage des Dörfchens hat ihm den Namen Salzklippe eingebracht.

Abgesehen davon gibt es fünf größere Siedlungen im Land, sowie eine größere Zahl von Köhlerdörfern in den ausgedehnten Wäldern, die allerdings meist nur einige wenige Häuser umfassen.

Die Bevölkerung der Dörfer lebt seit Generationen mit der Tradition, sich bei Streitigkeiten oder in Notfällen zunächst an die Dorfältesten zu wenden, deren Lebenserfahrung großen Respekt genießt. Diese Tradition wird von Lord und Lady Wolfsfurt respektiert, so dass die Verwalter angewiesen sind, die Dorfältesten aufzusuchen, wenn es etwas mit dem jeweiligen Dorf zu besprechen gilt, sei es nun das Eintreiben der Steuern oder besondere Anweisungen zur Bewirtschaftung der Felder.

Die größte Siedlung abgesehen vom Stammsitz des Lehens ist Dreitannen, das im östlichen Drittel des Landes zu finden ist. Der Älteste ist ein reicher Bauer und Veteran des Krieges.

Meilersblick liegt zentral im Mittelpunkt eines Halbkreises von Köhlerdörfern und bildet gewissermaßen deren kulturelles Zentrum – hier findet ein Markt statt, und hier versammeln sich die Köhler zu Festen oder ähnlichem.

Kräutheim liegt am Rande des Moores. Die mineralhaltigen Böden begünstigen das Wachstum vieler Kräuter und Heilpflanzen, die man nur hier finden kann – allerdings braucht man dazu einen ortskundigen Führer, denn die Schlammtümpel sind durchaus nicht ganz ungefährlich.

Der Überlieferung nach bildet Wehrheim das älteste der Wolfsfurter Dörfer – es ist das einzige, dessen Grenzen von einer Mauer gesichert sind. Weshalb und in Verteidigung gegen wen diese Mauer einst errichtet wurde, ist nicht mehr nachzuvollziehen, sie bietet aber den Schauplatz für viele der gruseligen Geschichten, mit denen die Mütter ihre Kinder erschrecken.

Das ungewöhnlichste der Dörfer ist wohl Werder, das seinem Namen gemäß auf einer Flussinsel im Wolfsquell liegt. Die Felder des Dorfes finden sich zu beiden Seiten des Flusses, so dass die Bauern morgens und abends mit Booten übersetzen müssen.

 

Die Stadt

Stadt Wolfsfurt ist seit Ankunft von Lord und Lady in verschiedener Hinsicht gewachsen – neben einer Zweigstelle des Heilerstifts ist ein großer Tempel in der Stadt zu finden, in dem Belom gehuldigt wird – auch ein kleinerer Loitempel mit angeschlossenem Theater ist dort entstanden. Vor kurzem hat Lord Nefron eine Anfrage an den Hyjre-Tempel gestellt, eine Schule in der Stadt aufzubauen – er wünscht, dass die Kinder seiner Bauern zumindest ein Jahr lang in Lesen, Schreiben und Rechnen unterrichtet werden.